Gesangsgruppe des TuS Südhemmern feiert 40 -jähriges Jubiläum

„Ja im Sommer am Kanale, konnt´ man die Sängerknaben hör´n“

Als die frisch gegründeten Sängerknaben des TuS Südhemmern beim Karneval 1978 ihren ersten Auftritt hatten, hat noch niemand geahnt, dass die Gruppe auch vier Jahrzehnte später noch gemeinsam singen würde. Gestern feierten die Sängerknaben des TuS Südhemmern ihr 40 –jähriges Bestehen in geselliger Runde im vereinseigenen Sportlerheim am Mittellandkanal in Südhemmern.

Gemeinsam mit ihren Frauen haben die Sängerknaben bei Mittagessen und Kaffeetrinken die letzten 40 Jahre Revue passieren lassen. Geändert hat sich in all den Jahren nicht viel: es wird immer noch über Sport und Politik diskutiert und anschließend gesungen. Die mit TuS-Emblem geschmückten roten Gesangsbücher dürfen dabei nicht fehlen. Jedes Mitglied der Sängerknaben hat sein eigenes Buch mit seinem Namen. Die Lieder darin sind ordentlich durchnummeriert. „Seite 9“ heißt es irgendwann im Laufe des Nachmittags. Die Männer wissen, was nun kommt: das Lied „Südhemmer Freunde“, das Gerhard „Gento“ Küchhold – Texter der meisten Lieder der Sängerknaben – liebevoll nach der Melodie des Volkslieds „Nach der Heimat“ umgedichtet hat. Jedem Mitglied der Sängerknaben ist darin eine eigene Zeile gewidmet. Auf den Text gucken muss keiner mehr. Dafür haben die Sängerknaben das Lied schon zu viele Male gemeinsam gesungen.

Das ehemalige Mitglied der Sängerknaben – Udo Niemeyer – hatte Ende 1977 die Idee, innerhalb des Vereins eine Gesangsgruppe entstehen zu lassen. Er sprach alle ausgedienten Handballer an, um diese Idee in die Tat umzusetzen. So trafen sich Ende 1977 zehn „Alte Herren“ im Lokal Damke. Das erste Ziel war es, für den Karneval 1978 ein Gesangsstück einzuüben. Unter der Leitung von Fred Damke, einem erfahrenen Organisten, gelang dies und so traten die neu gegründeten Sängerknaben zum Karneval vor rund 300 Närrinnen und Narren zum ersten Mal gemeinsam auf. Der Auftritt kam beim Publikum so gut an, dass die Sängerknaben des TuS auch bei allen weiteren Karnevalsveranstaltungen des TuS einen Auftritt hatten. Nachdem Fred Damke Südhemmern verließ, mussten sich die Sängerknaben einen neuen Ort zum Proben suchen. So kam „Gentos Hütte“ am Kanal ins Spiel, wo viele weitere Gesangsstücke eingeübt wurden.

Die Sängerknaben erweiterten schließlich ihr Programm, indem sie bei runden Geburtstagen, Silberhochzeiten und goldenen Hochzeiten innerhalb der Gruppe gemeinsam sangen. Auch bei Vereinsveranstaltungen traten die Sängerknaben auf, wobei die musikalische Leitung an Willi „Cilly“ Horstmann überging.

Seit der Fertigstellung des Vereinsheims trafen sich die Sängerknaben an jedem 1. Dienstag im Monat, um auch weiter gemeinsam zu singen und zu plaudern. Inzwischen hat Siegmar Ritter die Organisation der Gruppe übernommen. Vor jedem gemeinsamen Singen ruft er die Männer noch einmal an, um sicher zu gehen, dass auch alle kommen. „Abmeldungen gibt es nur selten.“ so Ritter. Zweimal im Jahr treffen sich die Sängerknaben mit ihren Frauen zu einem gemütlichen Beisammensein. Den Sängerknaben ist die gemeinsame Zeit auch nach 40 Jahren noch genauso wichtig wie früher. 

Die Sängerknaben sind ein fester Bestandteil des Vereins geworden, der auf den Vereinsveranstaltungen in den letzten 40 Jahren nicht fehlen durfte. Dabei, das hat sich bei der gestrigen Jubiläumsveranstaltung gezeigt, sind die Sängerknaben nicht einfach nur zehn Männer, die gelegentlich zusammen singen. Vielmehr sind es jahrzehntelange enge Freunde, die eine Leidenschaft teilen: die Geselligkeit und die Musik.

 

Foto (hintere Reihe v.l.): Fritz Lange, Gerhard Rubin, Willi Könemann, Hermann Niemeyer, Dieter Quellhorst, Siegmar Ritter

vordere Reihe v.l.: Willy Horstmann, Helmut Schmidt, Wilhelm Südmeier

Fehlt: Gerhard Küchhold

Bild: Walter Tiemann


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